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Herzlich willkommen in der

Pfarreiengemeinschaft Heiliges Kreuz Bad Bocklet

mit den Pfarreien Bad Bocklet,  Aschach mit Filiale Großenbrach und Steinach - dazu gehören kirchlich Hohn, Roth und Nickersfelden und die Pfarrei Windheim.

Andreas56Wir kennen die Apostel und von diesen Zwölf, die Jesus mit einer besonderen Aufgabe betreut, kennen wir einige besser, andere nicht so gut:
Einen möchte in in diesem Monat November vorstellen, weil er auch in Großenbrach als Kirchenpatron gefeiert wird.
Keine Ahnung, ob damals bei der Entscheidung, auf welchen Namen "taufen" wir unsere Kirche diese Überlegungen auch eine Rolle gespielt haben:
Der Hl. Andreas, der hier gemeint ist, ist für mich ein zu kurz gekommenen Heiliger.
Warum ich ihn so benenne ?
Im Blick auf die Evangelien finde ich die Begründung für diese Bezeichnung. Nach dem Johannes-Evangelium fing mit diesem Heiligen alles an. Dort ist er der Erst-Berufene. 
Das Johannesevangelium berichtet, Andreas sei ein Jünger des Johannes gewesen. Er ist dabei, als Johannes und Jesus sich begegnen und in seinem Inneren spürt er,
dass dieser Jesus kein gewöhnlicher Mann sein kann. Und deshalb geht er Jesus nach. 
"Was wollt ihr?", fragt Jesus Andreas und einen weiteren Jünger des Johannes. In freier Übersetzung die Antwort von Andreas:
Dich besser kennen lernen. Andreas und sein unbekannter Freund begleiten Jesus und bleiben einen Tag bei ihm. Dieser Tag genügt dem Andreas, um zu begreifen, wer Jesus ist:
Der Messias - der Christus - der Gesalbte. 
Und deshalb macht sich Andreas auf den Weg, sucht seinen Bruder Simon. Begeistert erzählt er ihm von seiner Begegnung und überzeugt seinen Bruder auch Jesus nachzufolgen.
(nachzulesen bei Joh.1,35-42)
Aber dieser Erste, der Jesus nachfolgt und seine Bedeutung erkennt hat keinen besonderen Platz unter den Aposteln und deshalb diese Aussage: Der zu kurz gekommene. 
Die drei anderen Evangelien erzählen die Berufungsgeschichte anders. Petrus und Andreas treffen da gemeinsam auf Jesus am See Genesareth, wo sie als Fischer ihren Beruf ausüben.
Auch hier gehört Andreas zu den ersten, die Jesus nachfolgen. Im Laufe der Zeit hält sich diese Spitzenposition aber erstaunlicherweise nicht durch. 
Andreas spielt keine besondere Rolle unter den Aposteln. Der Anführer wird Petrus. Immer wieder gibt es eine Dreiergruppe aus Petrus, Johannes und Jakobus,
die ganz besondere Augenblicke mit Jesus teilen dürfen, wie etwa die Verklärung auf dem Berg Tabor - aber zu dieser Gruppe gehört Andreas nicht.
Um noch einmal auf das Johannes-Evangelium zurück zu kommen, hier spielt Andreas immer wieder eine wichtige Rolle, die aber sozusagen untergeht. 
Bei der wunderbaren Brotvermehrung hat Andreas seine Augen aufgemacht und kann sagen: "Hier ist ein Junge, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat, aber was ist das für so viele?" (Joh 6,9). 
Oder in Jerusalem wollen sogenannte Griechen Jesus sehen und gehen zu Philippus und bitten: "Wir möchten Jesus sehen."(Joh 12,21).
Philippus wendet sich an Andreas, damit er auf Jesus zugeht. Für einen Philippus ist es anscheinend klar, dass Andreas einen besonderen Draht zu Jesus hat. 
Andreas ist - um ein anderes Bild zu gebrauchen - zumindest im Johannes-Evangelium der Vermittler.
Und damit passt er auch für mich gerade in unsere Gegenwart als ein Heiliger, der uns deutlich machen kann: 
Auch wenn du nicht in der ersten Reihe stehst, du wirst gebraucht als die / als der, welcher auf Jesus verweist, der Möglichkeiten entdeckt, wie Gottes rettende Nähe erfahrbar wird. 
Wenn ich es etwas plakativ und holzschnittartig beschreibe, dann ist ein Petrus gleichsam die Amtskirche und all die Ehrenamtlichen sind verkörpert im Hl. Andreas. 
Der heilige Andreas steht für eine Nachfolge Jesu, die im positiven Sinn ihren Ort nicht im Mittelpunkt, sondern am Rand hat, bei den Menschen zu sein und zu entdecken,
welche Fähigkeiten und Begabungen sie haben, um mitzuwirken, dass Menschen, die eine Sehnsucht haben, satt werden. 
Im eigenen Leben mit Jesus eine Vertrautheit zu pflegen, die Andere fragen lässt, wer ist dieser Jesus und dann mit Begeisterung von ihm zu erzählen und so Menschen für Jesus aufzuschließen. 
Und aus seiner Legende: 
In Achaia bekehrte Andreas viele Menschen zum Christentum - unter ihnen soll auch die Frau des Prokonsuls gewesen sein.
Dieser zwang Andreas dazu, den Göttern zu opfern und damit ihre Existenz anzuerkennen. Andreas weigerte sich. Der Prokonsul verurteilte den Apostel zum Tod am Kreuz.
Als Andreas zum Platz der Hinrichtung geführt wurde, erblickte er das Kreuz. Es soll x-förmig gewesen sein, daher haben die "Andreaskreuze" vor Bahnübergängen bis heute ihren Namen. 
Und selbst da müssen wir ja sozusagen von einem > zu kurz gekommenen < sprechen, weil diese Warnsignale immer mehr aus dem Straßenverkehr verschwinden. 
Aber auch hier gilt letztlich: In der griechischen Sprache ist das X das Zeichen für Christus, der Anfangsbuchstabe dieser Bezeichnung. 
Bis heute macht der Apostel Andreas uns darauf aufmerksam, dass Christus uns hilft, sicher die Kreuzungen des Lebens zu überqueren. 
Und auch hier gilt- eine Jede und ein Jeder kann diese Aufgabe übernehmen, eben auch, wenn er am Rande steht.

 Stephan Hartmann, Dekan

 Bild: ökumenisches Heiligenlexikon

 

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